Union Berlin entlässt Cheftrainer Keller

Der Fußball-Zweitligist Union Berlin hat Cheftrainer Jens Keller von seinen Aufgaben entbunden. Man habe André Hofschneider mit sofortiger Wirkung die Verantwortung für die Lizenzmannschaft des Vereins übertragen, teilte der Klub am Montag mit. Auch Co-Trainer Henrik Pedersen wurde am Montag freigestellt. „Es ist ein harter Schnitt, den wir vollziehen, weil wir ihn für notwendig halten“, sagte Lutz Munack, Geschäftsführer Sport beim 1. FC Union Berlin, zum Trainerwechsel.

„Mit unserer Spielweise und den Ergebnissen der letzten Wochen werden wir nicht den Ansprüchen gerecht, die wir klar formuliert und mit der Gestaltung des Kaders im Sommer deutlich untermauert haben.“ Das Vertrauen darin, in der bestehenden Konstellation eine Konstanz in die sportlichen Leistungen zu bekommen, sei nicht mehr gegeben. Hofschneider hatte die Union-Profis bereits in der Saison 2015/16 zweimal interimsweise betreut. Sein Vertrag als Cheftrainer von Union Berlin ist bis zum 30. Juni 2019 datiert. Aktuell steht Union mit 26 Punkten auf dem vierten Tabellenplatz der 2. Bundesliga. Am Sonntag hatten die Berliner 1:2 gegen den VfL Bochum verloren.

Keller geschockt

Jens Keller ist über diese Entscheidung der Vereinsvorsitzenden geschockt. „Ich bin geschockt und kann es nicht verstehen“, sagte der 47-Jährige zu „ran“. Und: „Wir waren in der vergangenen Woche noch in guten Gesprächen über einen neuen Vertrag.“ Die Entscheidung kommt völlig überraschend – Keller hatte erst in der vergangenen Saison mit den „Eisernen“ nur knapp den Aufstieg verpasst und steht aktuell mit der Mannschaft auf Platz vier in der 2. Liga.