DARTS-WM 2018 – Pfeile fliegen im „Ally Pally“

Seit Jahren reisen begeisterte Fans um die Weihnachtszeit zur beliebtesten Darts-Party ins Londoner „Ally Pally“. Die Darts-WM ist so berühmt und begehrt wie niemals zuvor. Kostümierte Menschen in Party-Laune mit 180er-Schildern und den Krügen voll mit Bier – dafür ist Darts vor allem bekannt. Wenn einer die Sportart als Profisport jedoch populär gemacht hat, dann ist das Phil Taylor.

Ein letzter Wurf

Es soll der letzte Auftritt des Profi-Darts-Spieler Phil Taylor werden. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Engländer fand im Kneipensport Darts seine Erfüllung, trainierte Tag und Nacht und gewann 1990 seinen ersten WM-Titel. Heute ist er Millionär, aber immer noch ein Kämpfer. Der englische Rekordweltmeister ist in seinem letzten WM-Turnier immer noch scharf auf den 17. Titel seiner Karriere. Aber er trifft auch auf andere Top-Favoriten, die den 180-er, einen Wurf, bei dem 3 Darts in Folge die dreifache 20 treffen, beherrschen. So sind seine Gegner und gleichzeitig auch Geheimfavoriten zum Beispiel der amtierende Weltmeister Michael van Gerwen aus Holland, Gary Anderson aus Schottland, Rob Cross aus England oder Daryl Gurney aus Nordirland.

Spitznamen und Spielregeln

Jeder Darts-Spieler hat seinen eigenen Rufnamen und erhält eine eigene Einlaufshow mit seinem ausgewählten Song. Phil Taylor ist zum Beispiel bekannt als „The Power“, Michael von Gerwen als „Mighty Mike“ und Gary Anderson als „The Flying Scotsman“.

Die Zahl 501 muss pro Spielzug geworfen werden – wobei hier von 501 auf null runtergerechnet wird. Wer in einem Spielzug 180 Punkte wirft – drei Würfe pro Spielzug – hat die Höchstzahl erreicht. Vergangenes Jahr stellten Gary Anderson im Match gegen Adrian Lewis einen neuen 180er-Rekord auf: 34 Mal! Für die Zuschauer im „Ally Pally“ ist die 180 immer ein Grund zu feiern! Wer die Darts-WM im Fernsehen verfolgt, wird schnell merken, was damit gemeint ist. Doch Vorsicht: das Darts-Fieber steckt an – besonders wenn die Konkurrenten auf einem Level stehen und ein Kopf an Kopf rennen beginnt. Nervenkitzel pur – auch für den Zuschauer!

Darts-WM Daheim

Wenn du selber Zuhause eine Darts-Scheibe hast und nach den WM-Regeln spielen möchtest, dann muss die Scheibe auf einer Höhe von genau 1,73 m hängen und aus einer Entfernung von 2,37 m geworfen werden.

Wer es am 1. Januar 2018 ins Finale schafft, und ob Phil „The Power“ Taylor einen letzten Triumph feiern kann, bleibt spannend abzuwarten! Lasset die Darts-Party beginnen!

 

Titelbild via Patty Chan/Shutterstock.com