Der Wandel der Erotikbranche – Wie Onlyfans dazu beiträgt

Mit der Corona Pandemie haben Portale, wie zum Beispiel Onlyfans einen massiven Zuwachs an Nutzern und Content-Erstellern erfahren. So ist es zum Beispiel Fakt, dass sich auf OnlyFans von Mai bis Oktober 2020 die Anzahl der täglichen Impressionen von ca. 125 Mio auf 176 Mio verändert haben. Dies entspricht einem Zuwachs in Höhe von 6%.

Doch woher kommt dieses gesteigerte Interesse? Mit dem Lockdown sind zahlreiche Möglichkeiten des Kennenlernens von Partnern für OneNight Stands oder der Besuch einer erotischen Vergnügungsstätte stark eingeschränkt worden. Die Bedürfnisse der Zielgruppe jedoch nicht. Folgerichtig wird natürlich im Internet nach einem entsprechenden Pendant gesucht. Dabei sind Plattformen, wie zum Beispiel OnlyFans.com von den Medien immer wieder in der Presse aufgetaucht, zum Beispiel als Schauspielerin und Model Bella Thorne am 19. August 2020 ihren Kanal eröffnete und binnen 24 Stunden einen neuen Verdienstrekord aufstellte. Sie schaffte es mittels Ihrer Abonennten mehr als eine Million Euro einzunehmen.

NSFW – Not Safe For Work
ist das Schlüsselwort um auf Plattformen an erotische Inhalte zu kommen. Das Portal Onlyfans hat im Vergleich zu anderen Social Media Plattformen eine Besonderheit: Es erlaubt Inhalte, die ab 18 Jahren zugänglich sind. Somit können auf der Plattform erotische Inhalte dargestellt und gekauft werden. Die Plattform erlaubt es den Content-Erstellern ihre Videos und Bilder an ihre Abonnenten zu verkaufen. Mit einem im Regelfall kostenpflichtigen Abonnement haben die User die Möglichkeit zahlreiche Fotos und Videos des Modells anzusehen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit weitere Videos und Fotos von den Modellen zu bestellen. Dies ist in der Szene ein Gamechanger. Wo sich in der Vergangenheit Erotik-Darstellerin mit schlechter Bezahlung an Porno-Produktionen wenden mussten um Reichweite zu gewinnen, so ist es heute mit dem Smartphone möglich entsprechenden Content zu produzieren und die Vermarktung selbst zu übernehmen. Somit wird die Erotikbranche dezentralisiert und fährt auf Dauer deutlich geringere Gewinne ein. Ein plus für gewillte AkteurInnen. Sie behalten einen Großteil der Einnahmen und können frei über ihre Medien verfügen. Ob man es gut heißt oder ignoriert sei dahingestellt. Die Nachfrage ist derart hoch, sodass Amateure in dem Segment schnell vierstellige Summen zusammenbekommen können und somit in Zeiten von Lockdowns und Berufsverboten ein Einkommen erzielen können..